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Basler Botanische Gesellschaft


Botanisches Kolloquium | Do 19. Oktober 2017 18.15 | Öffentlich

Botanisches Kolloquium | Do 19. Oktober 2017 18.15 | Öffentlich

Bedrohte Artenvielfalt in den Tropen am Beispiel Brasiliens und bei den Blütentangen (Podostemaceae), die weltweit durch Staudämme bedroht sind | Prof. Dr. Rolf Rutishauser, Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik, Universität Zürich


Blütentang Mourera fluviatilis in Nordbrasilien (mit Tom Philbrick). Foto: Rolf Rutishauser
Blüten des Blütentangs Apinagia latifolia, Nordbrasilien. Foto: Rolf Rutishauser
Cupuaçu (Theobroma grandiflora) im INPA-Campus Manaus (Brasilien). Foto: Rolf Rutishauser


Titel
Bedrohte Artenvielfalt in den Tropen am Beispiel Brasiliens und bei den Blütentangen (Podostemaceae), die weltweit durch Staudämme bedroht sind
Referierende
Prof. Dr. Rolf Rutishauser, Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik, Universität Zürich
Termin
Do 19. Oktober 2017 18.15 Uhr, Hörsaal 120 des Kollegiengebäudes der Universität Basel am Petersplatz 1, 4051 Basel
Beschreibung
Als Pflanzenmorphologe untersucht der Referent seit Jahren Blütenpflanzengruppen, die – oft in Anpassung an den Standort – sonderbare Formen annahmen und sich dabei vom typischen Wurzel-Stängel-Blatt-Bauplan verabschiedeten. Dazu gehören mit der Gattung Utricularia die auch in Europa vorkommenden Wasser­- schlauchgewächse (Lentibulariaceae) und die (fast) nur in tropischen Wasserfällen und Stromschnellen gedeihenden Blütentange (Podostemaceae). Aus Brasilien werden Vertreter dieser und anderer Familien vorgestellt und ihre Entwicklungsmuster in Beziehung gesetzt zur Stammesgeschichte, Biogeografie, Ökologie und Reproduktionsbiologie. Es wird gezeigt, wie als Folge des wachsenden Hungers nach elektrischer Energie in Südamerika, im tropischen Afrika und in Südostasien immer mehr Wasserfälle «verstromt» werden und wie dies katastrophale Folgen für die bedrohten Blütentange hat.
Allgemeines
Vortrag mit allgemein verständlichem Inhalt
Organisation und Durchführung gemeinsam mit dem Botanischen Institut der Universität Basel
Freier Eintritt